Mögliche Körperteile zum Piercen

 

Ohr

Die wohl bekannteste Methode ist die der "Pistole", jedoch wird sie nur im "weichen" Bereich des Ohres angewandt. Im oberen Bereich, wo der Knorpel beginnt, wird ausschließlich mit der Hohlnadel ein Piercing ausgeführt (Beim Schießen wird der Knorpel "zertrümmert", was sich negativ auf die Heildauer und die Bequemlichkeit des Schmuckes auswirkt). Bei der Nadeltechnik können sowohl Ringe als auch Stäbe eingesetzt werden.

Nase

Häufig wird hierfür leider die Pistole verwendet, das sollte man jedoch nicht über sich ergehen lassen! Ähnlich wie beim Ohr wird dadurch die Knorpelschicht arg verletzt! Am besten ist hier die Nadeltechnik( Beim Profi ohnehin nur). Eingesetzt werden kann ein Ring oder ein sog. Nostril Stud (indisches Prinzip - von innen ein Haken, der den Schmuck bequem in der Nase hält).

Augenbraue

In der Augenbraue sollte der Schmuck außen getragen werden. In dem Bereich der Pupillenmitte bis zum Abschluß des Auges ist die optimale Plazierung hierfür. Als Schmuck eignen sich Ringe wie auch Eyebrowstuds (leicht gebogene Stäbe).

Lippe

Beim "Labret" Piercing kann man die Stelle rund um den Mund wählen, das richtige "Labret" wird jedoch mittig unter der Unterlippe getragen. Dazu verwendet man am Besten einen "Labret - Stud" (von hinten eine kleine Platte vorne eine Kugel) für die erste Zeit, später kann man auch einen Ring tragen. Die ersten Tage ist die  Lippe manchmal etwas geschwollen (Kühlen hilft). Man benötigt eine Eingewöhnungsphase von ca. 5 Tagen bis man die Platte von innen nicht mehr spürt.

Zunge

Im Gegensatz zu anderen Piercings wird hier ein Muskel durchstochen, dabei darf das Bändchen an der Unterseite jedoch nicht verletzt werden! Für die erste Zeit muß man eine Schwellung der Zunge kalkulieren. Demzufolge wird für den Ersteinsatz ein langer Stab gegeben ( bei den meisten Studios wird ein Piercing incl. Tausch angeboten). Nach ca. 10 Tagen kann er gegen einen kurzen Stab getauscht werden. Erhöhter Speichelfluß, ein kleines Lispelproblem, wenig (wenn nur flüssige ) Nahrung und ggfs. ein leichter Halsschmerz (Muskelkater) sind der Preis für dieses sehr schöne Piercing, nach ca. 5 Tagen "normalisiert" sich dieser Zustand und man wird im Laufe der Zeit mehr als ausreichend entlohnt für die "Tortur". Oftmals empfängt man viel Bewunderung, wenn man gerade mal wieder damit spielt!

Bauchnabel

Eines der unbeliebtesten Piercing bei den Piercern, umso beliebter bei den jungen Damen. Wie dauerhaft das Piercing ist, hängt von vielen Faktoren ab, unter anderem die Tiefe des Nabels, Festigkeit der Haut etc. Von der Ausführung ist es der längste Stichkanal. Die Haut ist sehr Dick und fest. Am besten eignen sich "Bananabells"(leicht gebogene Stäbe) es funktionieren natürlich auch Ringe, wobei die Gefahr besteht, daß der Piercing schief wächst. Es ist sehr Pflegeintensiv und die Heildauer beträgt oftmals bis zu 6 Monaten. Nach dem Piercen sollte man enge Kleidung und Gürtel vermeiden!

Brust

Die Brust läßt sich gleichwohl bei Mann oder Frau sehr schön verzieren, dazu kann man Ringe oder Stäbe verwenden. Man hat sogar noch mehrere Möglichkeiten zur Auswahl: horizontal (die beliebteste Form), vertikal und sogar diagonal. Die Brustwarze wird durch den Schmuck besser durchblutet, d.h. daß sie sich meistens vergrößert. Außerdem macht das Piercing den Träger viel reizempfindlicher.

 

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